Sielmann Stiftung Döberitzer Heide

Die Sielmann Stiftung Döberitzer Heide

Das Pferd verwandelt sich in die Wüste. 3 Przewalski-Halbmonde und 10 Weisen bewegten sich in großer Bewegungsfreiheit. Die Besiedlung des fast 2000 ha großen Semireservats vor den Pforten der Stadt mit den wenigen großen Herbivoren ist damit beendet. Im Gegensatz zu Tierparks oder Wildparks können sie auf dem großen Gelände der Döberitzer Heide ihr naturnahes Verhalten ausleben.

Das Landschaftsbild der Döberitzer Heide, wo sich Laubwald und Freiflächen wechseln, paßt hervorragend zum Wisent und auch zu den Prewalskipferden, unterstreicht Peter Nitschke, Direktor der Sielmann-Naturlandschaft Döberitzer Heide. Bei ihnen wohnen dann zusammen etwa 80 Tiere des ursprünglichen struppigen Wildrindes, dazu 24 Prewalskipferde und 90 Rothirsche weitestgehend menschenleer.

Das Tor der Akklimatisierungszone zur benachbarten Wildnis bleibt bis auf weiteres offen, es werden vorerst keine weiteren Nutztiere verwendet und die Lebewesen werden nicht mehr verfüttert. In der ausgedehnten und vielfältigen Natur findet er genug Nahrung, um sich selbst zu ernähren. Die Ernährungsgewohnheiten der großen Herbivoren, ihre Liege- und Wandergebiete sowie ihre Vorliebe für ausgedehnte Strandbäder wirken sich sehr positiv auf die landschaftliche Vielfältigkeit und die Biodiversität aus.

Döberitzer Heide mit Bison, Prewalskipferden und Rothirsch ist eines der wichtigsten großen Wildnisprojekte in Deutschland. Das frühere Truppenübungsgelände vor den Toren Berlins hat sich in den vergangenen Jahren zum Ort mit der höchsten Bisonzahl in Deutschland entwickelt. In den Jahren 2010 bis 2014 wurden mehr als 40 Bison, 27 Przewalski-Halbmonde und 20 Hirsche in die fast 20 km² große Wildnis gebracht.

Bisons und Hirsche sind auf 80-90 Tiere angewachsen. Aus Zuchtgründen hat die Hengstherde keinen Deckhengst und gedeiht daher nicht. Vor allem die Wisenten sorgen dafür, dass die holzigen Pflanzen, einschließlich invasiver Spezies wie Robinien und spät blühende Traubenkirschen, kurz bleiben. Zusammen mit den Przewalski-Halbmonden und dem Rothirsch bilden sie eine helle Wald-Landschaft.

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